Es gibt grundlegende Fragen, in denen seltene politische Einigkeit herrscht: Alle Abgeordneten sind gern Klimaschützer, kämpfen erklärt gegen die Ursachen der Finanzmarktkrise und wollen mehr Gerechtigkeit schaffen. Aber wer hat für mehr nukleare Sicherheit oder für die Kontrolle gefährlicher Chemikalien gestimmt? Wer will Steueroasen trockenlegen? Wer will eine wöchentliche Arbeitszeit von bis zu 78 Stunden verhindern? Der 'Votetracker' oder Abstimmungsvergleicher zeigt Ihnen, wie Ihr Abgeordneter tatsächlich abgestimmt hat. Folgt auf Wort auch Tat?
go to TopAtomenergie ist keine Lösung im Kampf gegen den Klimawandel. Die Nuklearindustrie ist in einem globalen Niedergang und jeder Versuch, diesen Niedergang umzukehren wäre einerseits sehr teuer und andererseits auch nicht in einem so kurzfristigen Zeitrahmen realisierbar, um einen Beitrag zu den dringend notwendigen CO2-Reduktionen zu leisten. Dazu kommen noch die massiven Risiken der Atomkraft und die ungelöste Frage, wie der gefährliche radioaktive Müll sicher entsorgt werden kann. Öffentliche Gelder zur Erforschung dieser überholten und gefährlichen Technologie einzusetzen, zieht dringend notwendige Förderungen zur Forschung und Entwicklung von sicheren und nachhaltigen Energiequellen ab, die unsere Energiezukunft sicherstellen können, wie z. B. Erneuerbare Energie. 2006 stimmte das Europäische Parlament über ein EU-Programm zur Förderung der Erforschung der Nuklearenergie ab. Die Grünen brachten einen Änderungsantrag ein, um sicherzustellen, dass öffentliche Gelder nur für die Erforschung der nuklearen Sicherheit bereitgestellt werden, in der Überzeugung, dass die Industrie selbst für die Forschung und Entwicklung ihrer überholten Technologie zahlen sollte. Der Änderungsantrag wurde abgelehnt.
Ergebnisserläuterung **






Fraktionsnamen *
| Konservative | EPP-ED |
| Sozialisten | PES |
| Liberale | ALDE |
| Grüne/EFA | Grüne/EFA |
| Kommunisten | GUE/NGL |
| UEN-rechts | UEN |
| Euroskeptiker | Ind-Dem |
| Fraktionslos | NI |