Es gibt grundlegende Fragen, in denen seltene politische Einigkeit herrscht: Alle Abgeordneten sind gern Klimaschützer, kämpfen erklärt gegen die Ursachen der Finanzmarktkrise und wollen mehr Gerechtigkeit schaffen. Aber wer hat für mehr nukleare Sicherheit oder für die Kontrolle gefährlicher Chemikalien gestimmt? Wer will Steueroasen trockenlegen? Wer will eine wöchentliche Arbeitszeit von bis zu 78 Stunden verhindern? Der 'Votetracker' oder Abstimmungsvergleicher zeigt Ihnen, wie Ihr Abgeordneter tatsächlich abgestimmt hat. Folgt auf Wort auch Tat?
go to TopDas Problem mit vielen so genannten 'Biotreibstoffen' ist bereits seit einiger Zeit bekannt und anerkannt. Der energieintensive Produktionsprozess führt in vielen Fällen nicht nur zu nur geringen Einsparungen von Treibhausgasen. Die Kultivierung der Pflanzen für Treibstoffe hat auch die Entwaldung vorangetrieben und Druck auf die Lebensmittelpreise erzeugt, was zu Problemen bei der Nahrungsmittelsicherheit führte. Trotz der Opposition von Grünen und anderen bekannten sich die EU-Staats- und Regierungschefs im März 2007 zu einem 10%-Ziel für Biotreibstoffe. Um den potenziellen Schaden eines solchen Ziels zu begrenzen, setzten sich die Grünen für die Einführung strikter Kriterien für Biotreibstoffe ein. In einem Bericht zur Politik der EU für Erneuerbare Energien, der vom Europäischen Parlament 2007 angenommen wurde, schlugen die Grünen einen entsprechenden Änderungsantrag vor: Eine Überprüfung der Auswirkungen von Biotreibstoffen auf die Sicherheit von Klima, Umwelt, Sozialem und Nahrungsmitteln sollte verpflichtend gemacht werden - und zwar bevor ein 10%-Ziel für Biotreibstoffe vereinbart und umgesetzt wird. Der Änderungsantrag wurde von einer großen Mehrheit abgelehnt.
Ergebnisserläuterung **






Fraktionsnamen *
| Konservative | EPP-ED |
| Sozialisten | PES |
| Liberale | ALDE |
| Grüne/EFA | Grüne/EFA |
| Kommunisten | GUE/NGL |
| UEN-rechts | UEN |
| Euroskeptiker | Ind-Dem |
| Fraktionslos | NI |